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Die Wissenschaft hinter ColoAlert®

Wie ColoAlert® Darmkrebs früher erkennt

Ein Blick auf den Mechanismus: Welche biologischen Spuren ColoAlert® im Stuhl untersucht, wie vier Messwerte im Labor ausgewertet werden und was das Ergebnis bedeutet.

Die biologische Grundlage

Tumorzellen hinterlassen genetische Spuren

Darmkrebs entsteht in der Regel durch Veränderungen im Erbgut von Zellen der Darmschleimhaut. Zellen und Zellbestandteile werden natürlicherweise in den Darm abgegeben und können über den Stuhl ausgeschieden werden. ColoAlert® nutzt diesen biologischen Prozess, um ausgewählte genetische Auffälligkeiten im Labor zu untersuchen.

Veränderte Darmzelle

Veränderte Darmzelle

Genetische Veränderungen der Darmwandzellen sind oft der Anfang einer Krebserkrankung.

Abgabe in den Darm

Abgabe in den Darm

Abgestoßene Zellen können genetisches Material in den Darminhalt abgeben.

DNA in der Stuhlprobe

DNA in der Stuhlprobe

Bei der Probenentnahme gelangt dieses Zellmaterial in die Stuhlprobe.

Analyse im Labor

Analyse im Labor

Das Labor untersucht die DNA auf ausgewählte Veränderungen und kombiniert die Ergebnisse mit dem Blutnachweis.

Die Grenze klassischer Stuhltests

Ein Bluttest allein kann mehr übersehen

Klassische immunologische Stuhltests suchen ausschließlich nach verborgenem Blut. Das ist ein wichtiger Hinweis, bildet jedoch nicht alle biologischen Veränderungen ab, die bei Darmkrebs auftreten können. ColoAlert® ergänzt den Blutnachweis deshalb um mehrere DNA-basierte Messwerte.

Veränderungen bluten nicht immer

Veränderungen bluten nicht immer

Blutungen können unregelmäßig auftreten. Wird zum Zeitpunkt der Probenentnahme kein Blut abgegeben, kann ein reiner Bluttest unauffällig bleiben.

Frühe Stadien können weniger Blut abgeben

Frühe Stadien können weniger Blut abgeben

Insbesondere kleinere oder frühere Veränderungen können nur geringe Mengen Blut freisetzen und dadurch schwerer nachweisbar sein.

DNA eröffnet einen zusätzlichen Nachweisweg

DNA eröffnet einen zusätzlichen Nachweisweg

Tumorassoziierte genetische Veränderungen können unabhängig vom Blutnachweis weitere Hinweise liefern und die Erkennungsrate erhöhen.¹

Welche Tumor Marker ColoAlert® untersucht

Vier Messwerte für eine umfassendere Analyse

ColoAlert® betrachtet nicht nur ein einzelnes Signal. Im Labor werden vier Messwerte gemeinsam ausgewertet: verborgenes Blut, Veränderungen in den Genen KRAS und BRAF sowie die Menge menschlicher DNA in der Probe. So entsteht ein umfassenderes Bild möglicher Auffälligkeiten.

Verborgenes Blut

Der immunologische Bluttest weist menschliches Hämoglobin im Stuhl nach. Blut kann auf Veränderungen im Darm hinweisen, hat jedoch auch andere mögliche Ursachen.

KRAS-Mutationen

Die Probe wird auf bestimmte Veränderungen im KRAS-Gen untersucht. Solche Mutationen können bei Darmkrebs auftreten und als zusätzliches genetisches Signal dienen.

BRAF-Mutationen

Auch ausgewählte Veränderungen im BRAF-Gen können mit Darmkrebs in Verbindung stehen und ergänzen die Analyse um einen weiteren DNA-Marker.

Humane DNA (hDNA)

Die Menge menschlicher DNA in der Probe liefert einen zusätzlichen Messwert. Erhöhte Werte können auf eine verstärkte Abgabe menschlicher Zellen in den Darm hinweisen.

Klinisch untersucht

Erkennt Darmkrebs früher und zuverlässiger¹

Darmkrebs kann unterschiedliche biologische Spuren im Stuhl hinterlassen. ColoAlert® kombiniert deshalb den Nachweis von verborgenem Blut mit der Analyse tumorassoziierter DNA-Marker. In klinischen Studien zeigte dieser Ansatz eine höhere Sensitivität als der klassische iFOBT.¹

Früherkennung durch Tumor-DNA-Nachweis

Früherkennung durch Tumor-DNA-Nachweis

Genetische Veränderungen können bereits im Stuhl nachweisbar sein, auch wenn ein Tumor nicht oder nur unregelmäßig blutet.

Höhere Erkennungsraten insgesamt¹

Höhere Erkennungsraten insgesamt¹

Durch die Kombination mehrerer Messwerte erkennt ColoAlert® mehr Darmkrebsfälle als ein Test, der ausschließlich nach verborgenem Blut sucht.

Analyse im ärztlich geführten Labor

Analyse im ärztlich geführten Labor

Die eingesendeten Proben werden unter standardisierten Bedingungen in einem spezialisierten, ärztlich geleiteten Labor untersucht und ausgewertet.

85 %
Erkennungsrate über alle Stadien1
77 %
Erkennungsrate in Frühstadien (I–II)1
Ganzheitliche Einordnung

Was ColoAlert® leistet, und was nicht

ColoAlert® unterstützt die Darmkrebs-Früherkennung, indem eine Stuhlprobe auf verborgenes Blut und tumorassoziierte DNA-Marker untersucht wird. Der Test kann Hinweise auf Darmkrebs liefern, ersetzt jedoch weder eine ärztliche Diagnose noch eine Darmspiegelung.

Unterstützt die frühzeitige Erkennung

Unterstützt die frühzeitige Erkennung

Die kombinierte Analyse kann Auffälligkeiten erkennen, die mit einem reinen Bluttest möglicherweise unentdeckt bleiben.

Ein auffälliger Befund ist keine Diagnose

Ein auffälliger Befund ist keine Diagnose

Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass Darmkrebs vorliegt. Es muss ärztlich abgeklärt werden.

Ein unauffälliger Befund bietet keine absolute Sicherheit

Ein unauffälliger Befund bietet keine absolute Sicherheit

Kein Früherkennungstest kann Darmkrebs vollständig ausschließen. Beschwerden sollten immer ärztlich untersucht werden.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die Entnahme einer Stuhlprobe ist einfach und bequem von zu hause durch den Patienten durchführbar. Da sich Darmwandzellen in den Stuhl ablösen, gelangen bei von Darmkrebs Betroffenen auch Tumorzellen in den Stuhl. Daher kann Krebs oder seine Vorstufen mit modernen Analysemethoden frühzeitig im Stuhl festgestellt werden.

Bei ColoAlert® werden zusätzlich zum Nachweis von okkultem Blut drei weitere Tumormarker untersucht. Die molekulargenetische Analyse untersucht die Stuhlprobe auf das Vorhandensein verdächtig hoher Mengen humaner DNA und auf genetische Mutationen. Diese zusätzlichen Merkmale erhöhen die Erkennungsrate für Darmkrebs, die sogenannte Sensitivität (Anteil positiver Testergebnisse bei Betroffenen).1

Als nicht-invasiver Stuhltest entstehen bei sachgemäßer Anwendung keinerlei Nebenwirkungen.

Darmkrebs beginnt durch genetische Veränderungen der DNA von Zellen im Darm. ColoAlert® kann Zellen aus einer Stuhlprobe auf solche Veränderungen untersuchen. Dieser direkte Nachweis von Tumor-DNA unterscheidet ColoAlert® von anderen indirekten Nachweisverfahren wie dem herkömmlichen Stuhltest (iFOBT).

Eine direkter Nachweis von Tumor-DNA ist zudem prinzipiell schon ab der ersten Mutation einer gesunden zu einer Krebszelle möglich – nicht sichtbares Blut hingegen erst, wenn Polypen oder Adenome so groß sind, dass sie durch die Reibung während der Stuhlpassage bluten.

Bei jedem Menschen – ob gesund oder erkrankt – werden permanent durch Reibung Darmwandzellen in den Stuhl abgeschilfert. Bei von Darmkrebs Betroffenen gelangen so auch Tumorzellen in den Stuhl.

In einem ersten Schritt wird im Labor nun die DNA aus dem Stuhl extrahiert. Danach wird mittels moderner PCR-Technologie die Gesamtmenge der humanen DNA bestimmt, bevor sie abschließend auf die für die Entstehung von Darmkrebs relevanten Tumorgene KRAS und BRAF untersucht wird. 

Alle Messverfahren haben eine gewisse Fehlerquote. In der Diagnostik beschreibt man sie über die Sensitivität (Anteil richtig erkannter Erkrankter) und die Spezifität (Anteil richtig erkannter Gesunder).
Für ColoAlert® ist dabei vor allem die Früherkennung entscheidend: Gerade in den gut behandelbaren Anfangsstadien (Stadium I–II) erkennt der Test rund 77 % der Darmkrebsfälle – also dort, wo eine frühe Behandlung die besten Chancen bietet. Über alle Stadien liegt die Sensitivität bei rund 85 %, die Spezifität bei rund 92 %.¹
Kein Früherkennungstest bietet hundertprozentige Sicherheit. Ein auffälliges Ergebnis ist ein Hinweis, keine Diagnose, und sollte ärztlich per Darmspiegelung abgeklärt werden.