Häufig gestellte Fragen & Kontakt 

Sie haben noch Fragen zu ColoAlert? Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu allgemeinen Themen, dem Testverfahren, dem Ablauf sowie den Kosten. 

Sollten Sie dennoch offene Fragen haben, steht unser Kundenservice Ihnen über die Kontaktmöglichkeiten unten zur Verfügung. 

Allgemeines

Es sind keine Vorbereitungen von Ihrer Seite nötigt, um den Test durchzuführen.

Das ColoAlert Stuhlentnahme-Set enthält alles Notwendige: eine Anleitung zur Probenentnahme, die Probensammelgefäße, eine Stuhlauffanghilfe sowie einen Untersuchungsauftrag, wenn Sie als Selbstzahler bestellen.

Der Probentransport an unser Labor ist bereits für Sie vorbereitet: Die Verpackung des Stuhlentnahme-Sets dient zusammen mit dem beiliegenden Druckverschlussbeutel als Transportbox und ist bereits vorfrankiert und an das Labor adressiert.

ColoAlert sollte - wie es auch die amerikanische Lebens- und Arzneimittelüberwachungsbehörde (FDA) bei einem vergleichbaren Test aus den USA empfiehlt - in einem Intervall von drei Jahren genutzt werden. Dies ist einer der Vorteile gegenüber anderen Stuhltests, die in der Regel alle ein bis zwei Jahre gemacht werden müssen.
Da Darmkrebs in 90 % der Fälle über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren heranwächst, bietet dieses Dreijahresintervall mindestens drei Messpunkte, wenn früh genug mit der Vorsorge begonnen wird. Dies verbessert die kumulierte Erkennungsrate noch einmal erheblich.

ColoAlert ist grundsätzlich für alle Menschen ab dem Alter von 45 Jahren geeignet. Im Einzelfall, z.B. bei Vorliegen von weiteren Risikofaktoren, kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt davon abgewichen werden.

ColoAlert eignet sich nicht für Patienten mit Reizdarmsyndrom, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), familiärer adenomatöser Polyposis (FAP) und hereditären nichtpolypösen Karzinom (HNPCC). 

Das Darmkrebsrisiko wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dabei ist das Alter einer der ausschlaggebendsten Faktoren, denn ab einem Alter von 50 Jahren steigt die Betroffenenrate in der Bevölkerung stark an.1

Weitere Risikofaktoren sind:2,3

  • Darmkrebs in direkter Verwandtschaft
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Alkohol- und/oder Tabakkonsum
  • Verzehr von rotem Fleisch
  • Diabetes mellitus

Ab einem Alter von 50 Jahren empfiehlt die derzeit gültige S3-Leitlinie für Kolorektale Karzinome eine Darmkrebsvorsorge. Treffen weitere der oben genannten Faktoren auf Sie zu, kann eine Vorsorge auch schon vor dem 50. Lebensjahr sinnvoll sein.

ColoAlert ist ein Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge und wurde für Patienten entwickelt, die eine bequeme Vorsorgemethode mit hoher Aussagekraft und möglichst frühzeitigem Hinweis auf eine potenzielle Darmkrebserkrankung erwarten. Durch den kombinierten Nachweis von verstecktem Blut und Tumor-DNA kann ColoAlert auch nicht-blutende Darmtumore erkennen. Hierfür werden DNA-Veränderungen in Darmschleimhautzellen mittels moderner PCR-Technologie nachgewiesen.

Im ColoAlert Stuhlentnahme-Set befinden sich neben einer Anleitung zur Probenentnahme, eine Stuhlauffanghilfe, Handschuhe sowie die Probensammelgefäße. Wenn Sie als Selbstzahler bestellt haben, enthält Ihr Set zusätzlich einen Untersuchungsauftrag.

Die Verpackung des Stuhlentnahme-Sets dient zusammen mit dem beiliegenden Druckverschlussbeutel gleichzeitig auch dem Rückversand Ihrer Proben an das Labor und ist bereits vorfrankiert und -adressiert.

Testverfahren

Bei ColoAlert werden, zusätzlich zum Nachweis von okkultem Blut, drei weitere Tumor-Marker untersucht. Die molekulargenetische Analyse untersucht die Stuhlprobe auf das Vorhandensein von verdächtig hohen Mengen humaner DNA und genetischen Mutationen. Diese zusätzlichen Merkmale erhöhen die Erkennungsrate für Darmkrebs, die sogenannte Sensitivität (Anteil positiver Testergebnisse bei Betroffenen).4

Darmkrebs beginnt durch genetische Mutationen von Zellen im Darm. ColoAlert kann Zellen aus einer Stuhlprobe auf solche Mutationen untersuchen. Dieser direkte Nachweis von Tumor-DNA unterscheidet ColoAlert von anderen indirekten Nachweisverfahren wie dem herkömmlichen Stuhltest (iFOBT).

Eine direkter Nachweis, wie bei der Erkennung von Tumor-DNA, ist zudem prinzipiell schon ab der ersten Mutation einer gesunden zu einer Krebszelle möglich - okkultes Blut oder seine Bestandteile hingegen erst, wenn Polypen oder Adenome so groß sind, dass sie durch Reibung bluten.

Alle Messverfahren sind mit einer gewissen Fehlerquote behaftet. In der Diagnostik wird die Fehlerquote durch die Sensitivität (Anteil richtig-positiver Ergebnisse) und Spezifität (Anteil richtig-negativer Ergebnisse) dargestellt.

Die Sensitivität von ColoAlert (Combined DNA stool assay) liegt gemäß einer unabhängigen klinischen Studie der Universitätskliniken in Leipzig und Halle-Wittenberg bei 85 % und die Spezifität bei 92 %. ColoAlert konnte so in der Studie eine bessere Kombination aus Sensitivität und Spezifität als die ebenfalls überprüften Testverfahren auf Okkultblut und M2-PK erzielen.4

Als nicht-invasiver Stuhltest entstehen bei sachgemäßer Anwendung keinerlei Nebenwirkungen.

Die Entnahme einer Stuhlprobe ist einfach und bequem von zu hause durch den Patienten durchführbar. Da sich Darmwandzellen in den Stuhl ablösen, gelangen bei von Darmkrebs Betroffenen auch Tumorzellen in den Stuhl. Daher kann Krebs oder seine Vorstufen mit modernen Analysemethoden frühzeitig im Stuhl festgestellt werden.4
 

Bei jedem Menschen - ob gesund oder erkrankt - werden permanent durch Reibung Darmwandzellen in den Stuhl abgeschilfert. Bei von Darmkrebs Betroffenen gelangen so auch Tumorzellen in den Stuhl.

In einem ersten Schritt wird im Labor nun sämtliche DNA aus dem Stuhl extrahiert. Danach wird mittels moderner PCR-Technologie die Gesamtmenge der humanen DNA bestimmt, bevor sie abschließend auf die für die Entstehung von Darmkrebs relevanten Tumorgene KRAS und BRAF untersucht wird. 

Ablauf

Ihr ColoAlert Stuhlentnahme-Set können Sie im Webshop bestellen. Sie erhalten Ihre Bestellung dann in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen per Post.

Als Privatversicherte*r wird Ihre Bestellung über die European Oncology Lab GmbH abgewickelt. Bitte bestellen Sie Ihr Stuhlentnahme-Set im Patientenportal für Privatversicherte. So erhalten Sie nach Laboranalyse Ihre GOÄ-basierte Rechnung, die Sie zur Erstattung einreichen können. 

ColoAlert ist nur in Deutschland lieferbar.

Die Lieferung ist innerhalb Deutschlands kostenlos.
 

Der Transport der Probe bei kühleren Temperaturen z.B unter 0 °C stellt kein Problem für die Analyse dar. 

Bitte lagern Sie die noch nicht befüllten Probensammelgefäße (Ihr ColoAlert Stuhlentnahme-Set) bis zur Probenentnahme bei 5 °C bis max. 30 °C. Auch nach der Probenentnahme gilt dieses Temperaturfenster.

Hinsichtlich des Probenversands an unser Labor gilt: Die Probensammelgefäße sowohl für die genetische als auch die Okkultblut-Analyse gewährleisten eine Stabilität der entnommenen Proben bis 30 °C. Bei höheren Außentemperaturen empfiehlt sich daher, das Kit vorher im Kühlschrank bei 2-8 °C aufzubewahren und erst möglichst kurz vor Leerung des Briefkastens einzuwerfen.

Der ColoAlert Test ist für die sofortige Durchführung entwickelt worden. Das Set zur Probenentnahme hat daher eine begrenzte Haltbarkeit. Diese können Sie dem Sanduhr Symbol an der Seite der Außenverpackung entnehmen. Bitte bringen Sie die Transportbox mit den Stuhlproben spätestens am Tag nach der Probenentnahme zur Post oder werfen Sie es in einen Briefkasten. Die Transportbox ist bereits vorfrankiert und an das Labor adressiert. 

Nach Probeneingang extrahieren die ColoAlert Laborexperten die DNA aus der Stuhlprobe, die für die genetische Analyse vorgesehenen ist. Sie untersuchen den vom Menschen stammenden Anteil auf zwei krebsrelevante Mutationen sowie auf das Vorhandensein von verdächtig hoher Mengen an humaner DNA. Die zweite Stuhlprobe im kleineren Sammelröhrchen wird auf okkultes Blut untersucht.
Aus diesen vier Parametern wird der finale Testbericht erstellt, der Ihnen per Post oder per verschlüsselter E-Mail zugeschickt wird.

Nach erfolgreicher Analyse und Erstellung Ihres Testberichts wird Ihre Probe schnellstmöglich vernichtet. Bitte beachten Sie dass Untersuchungs- und Probenmaterialien nach erfolgreicher Analyse noch bis zu 2 Wochen aufbewahrt werden, um gegebenenfalls  eine Wiederholung oder zusätzliche Untersuchungen zu ermöglichen („Rückstellproben“).

Wenn Sie dies explizit wünschen und auf dem Untersuchungsauftrag ankreuzen, wird Ihre Probe für Zwecke der Forschung, Lehre und Qualitätssicherung anonymisiert aufbewahrt.

Um eine zügige Bearbeitung Ihrer Probe zu gewährleisten, stellen Sie bitte sicher, dass alle Pflichtfelder des Untersuchungsauftrags ausgefüllt sind und Sie die Probenentnahme nach den Vorgaben der beiliegenden Anleitung durchgeführt haben. Falls Sie über das Patientenportal bestellt haben, müssen Sie keinen Untersuchungsauftrag mehr ausfüllen.

Im Falle eines positiven Testergebnisses ist ein Arztbesuch dringend anzuraten: Mit Hilfe einer Darmspiegelung kann der Darm auf auffälliges Gewebe (Darmkrebs und dessen Vorstufen) untersucht und dieses unter Umständen direkt ohne komplizierten medizinischen Eingriff entfernt werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen die weitere Vorgehensweise persönlich absprechen.

Nach Einsendung Ihrer Probe wird diese innerhalb von 1-3 Tagen mit der Deutschen Post an uns übermittelt. Ab Probeneingang dauert die Laboranalyse 7 Werktage bis zum Versand des Testergebnisses.

Nachdem die Laboranalyse Ihrer Probe durchgeführt wurde, erhalten Sie eine GOÄ-basierte Rechnung auf die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse. Diese können Sie im Anschluss bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen.

Kontaktformular

Sie benötigen Unterstützung oder haben spezifische Fragen? Unser Kontaktformular ist der einfachste Weg, um schnelle und effektive Hilfe zu erhalten. Sie erreichen uns auch über die unten genannten Kontaktangaben. 

ColoAlert Support
0800 - 999 444 6*

*Mo.-Fr. 8-17 Uhr

Robert-Koch-Straße 50
55129 Mainz

Referenzen

1) Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (2023). Krebs in Deutschland für 2019/2020, 14. Ausgabe. 2) Johnson, C. M., Wei, C., Ensor, J. E., Smolenski, D. J., Amos, C. I., Levin, B., & Berry, D. A. (2013). Meta-analyses of colorectal cancer risk factors. Cancer Causes & Control: CCC, 24(6), 1207–1222. doi.org/10.1007/s10552-013-0201-5 3) Ali Khan, U., Fallah, M., Sundquist, K., Sundquist, J., Brenner, H., Kharazmi, E. (2020). Risk of colorectal cancer in patients with diabetes mellitus: A Swedish nationwide cohort study. PLoS Med 17(11), e1003431. doi.org/10.1371/journal.pmed.1003431 4) Dollinger, M. M., Behl, S., & Fleig, W. E. (2018). Early Detection of Colorectal Cancer: a Multi-Center Pre-Clinical Case Cohort Study for Validation of a Combined DNA Stool Test. Clinical Laboratory, 64(10), 1719–1730. doi.org/10.7754/Clin.Lab.2018.180521